Entsorgungsmengen – Schlussfolgerung aus dem DGM Projekt 637

Ausgangssituation:

Um Ursachen und Zusammenhänge besser zu verstehen und zu klären, welchen Einfluss Tankreinigungen auf die Heizölqualität in den Kundentanks haben, wurde im Herbst 2003 ein Gemeinschaftsprojekt mit Marktpartnern aus Mineralölwirtschaft, Tankschutz und Tankherstellerbranche ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes war die systematische Dokumentation von Tankreinigungen inkl. einer analytischen Beschreibung der Heizöle vor und nach der Durchführung der Tankreinigungen.

Zusammenfassung:

Im DGMK-Projekt 637 wurde der Einfluss von Tankreinigungen auf die Heizölqualität in Kundentankanlagen untersucht.

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf Heizölbemusterungen von insgesamt 30 Tankanlagen. Die Proben wurden aus der Füllstandsmitte sowie 5 cm oberhalb des Tankbodens jeweils vor und nach der Reinigung entnommen, im Laufe des Projektes wurden die Untersuchungen zusätzlich auf Tankbodenproben ausgedehnt. Die Proben wurden hinsichtlich Gesamtverschmutzung, Wasser- und Kupfergehalt sowie Anzahl und Größenverteilung der Partikel analysiert. Die Ergebnisse wurden jeweils gegen die Heizölanforderungsnorm DIM 51603 Teil 1 abgeglichen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Heizölqualität in der üblichen Entnahmehöhe 5 cm über Tankboden gelegt.

Mit einer Ausnahme wurden bei den durchgeführten Tankreinigungen Tankbodenrückstände entfernt, ohne die Heizölqualität negativ zu beeinflussen. Neben einer sorgfältigen und für Mensch und Umwelt umsichtigen Durchführung der Reinigungsprozedur ist dabei eine vollständige Abtrennung der Tankbodenrückstände vom optisch sauberen Heizöl notwendig. Je mehr von der Tankbodenphase entsorgt wird, desto deutlicher wird die Verschmutzung des zwischengelagerten Heizöls reduziert und das Risiko einer möglichen Verschleppung von Alterungsrückständen minimiert. Die bei den Tankreinigungen eingesetzten Filtrationsverfahren konnten die Mengen an Feinpartikeln im Heizöl nicht reduzieren.

Fazit:

Tankreinigungen sind sinnvoll und notwendig, weil Alterungsprodukte und Kondenswasser vom Tankboden entfernt werden. Zugleich wird eine Inneninspektion der Tankanlage ermöglicht, um eventuell notwendige Sanierungsmaßnahmen im Interesse der Betriebssicherheit, des Gewässerschutzes und des Werterhalts zu erkennen.

Der jährliche Heizöldurchsatz und das Nachtankverhalten des Kunden haben Einfluss auf die Notwendigkeit einer Tankreinigung. Wiederholte Filterverstopfungen durch Alterungsprodukte sind jedoch ein Indiz für die Notwendigkeit einer Tankreinigung. Es ist ein ausgewiesener Tankreinigungsfachbetrieb hinzuzuziehen.

Ölversorgungen im Einstrangbetrieb begünstigen das Absetzverhalten von Alterungsrückständen. Dies erleichtert eine Tankreinigung. Zudem kann ein potentieller Eintrag von Kupferionen aus ölführenden Kupferleitungen in die Tankbehälter bei Einstrangsystemen nicht auftreten. Dadurch wird die Betriebssicherheit erhöht.

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